Lebenslauf

Von 2009 – 2013 war ich die Sprecherin für Arbeit und Mitbestimmung der Linksfraktion im Bundestag. Gerade hierbei konnte ich auch die Erfahrungen in meine parlamentarische Arbeit einbringen, die ich jahrelang als Gewerkschaftssekretärin gesammelt habe. Ich kenne die Probleme und Sorgen der Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Und ich weiß, was die politischen Entscheidungen der letzten Jahre für verheerende soziale und beschäftigungspolitische Folgen hatten. Es war die Agenda 2010 der SPD-geführten Regierung Schröder, die mich veranlasste aus der SPD auszutreten und seit 2004 erst die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) und dann die LINKE in Niedersachsen mit aufzubauen. Die SPD war für mich definitiv nicht mehr die Heimat der politischen Ideen von Willi Brandt und nicht mehr die Partei, die für die Interessen der abhängig Beschäftigten eintritt.

Seit meiner Ausbildung zur Chemielaborantin (1972-1975) war ich bereits gewerkschaftspolitisch aktiv – in der Jugendvertretung, Vertrauensleute- und Bildungsarbeit. Die Erfahrungen der Lehrlings- und Studentenbewegung haben mich geprägt, vor allem die Debatten um die Übernahme nach der Berufsausbildung, um die Jugendarbeitslosigkeit sowie um Frieden und Abrüstung. Studiert habe ich dann von 1979 – 1982 an der Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) in Hamburg – Volkswirtschaftslehre. Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit erhielt ich dann eine ABM-Stelle zur Betreuung einer gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative in Hameln. Ab 1985 war ich dann Gewerkschaftssekretärin der IG Metall in Hameln.